Home Stuhl antik zur Reparatur
Eine sehr schöne Arbeit, aus Nussbaumholz gefertigt, antik - dh. aus der Zeit als solche Arbeiten noch
von Hand gemacht wurden. Am Verstärkungsklotz sieht man noch die Spuren des Handhobels.
Die Holzverbindungen sind teilweise lose, von der Zarge zur Rücklehne, beidseitig,
und die Lehne oben, ebenfalls beide Verbindungen.
Für den Gebrauch ist es natürlich vorteilig, dass der Stuhl stabil ist, und nicht unter dem Ehrengast zusammenbricht.
leimen und reparieren!

Das diese Stühle wackelig wurden, wird klar wenn man diese Eckverstärkung sieht, nur ein kleines Tätschli Leim,
wo ja allgemein bekannt ist, das Warmleim mit der Zeit brüchig und spröde wird.
Haben die dannzumal sicher auch schon gewusst. Beim Verleimen gibt es natürlich weniger Büez,
wenn man kaum Leim abputzen muss, der Geselle war schneller fertig, der Meister machte mehr Gewinn!?
Vielleicht war dies damals auch weise Voraussicht, damit der schrinerstreuli heutzutage Arbeit und Verdienst hat.
Das Holz der Eckverstärkung
Die erhabenen Linien auf dem Holz stammen vom Handhobel.
Ein schartiges Hobelmesser hat diese Spuren hinterlassen.
Im Stahlmesser des Hobels sind dies ausgebrochene Stellen, Vertiefungen in der Schneide.
Auf dem Holz wird dies beim Hobeln spiegelverkehrt, also erhaben erscheinen.
Das gelbliche ist der Leim.
1. November 2003 schrinerstreuli