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20040104 Weihnachtswunsch    -    ein Bett

 

 

Einfach, ganz einfach?! gradlinig, modern? hmm.  Also einfach 4 Bretter mit Nägeln?

Ääh   -   es darf doch ein bisschen mehr sein. Eine Lackierte Arbeit? 

Tiefschwarzer Rahme mit weinroter Verzierung oben und unten? Goldfüsse?

Auch nicht.

Schleiflack?    nein

aus Holz, (spielt der Preis eine Rolle?) also aus Tannenholz.

Diesmal richtiges rechtes Tannenholz.

Der Volksmund bei uns unterscheidet Rottanne und Weisstanne.

Rottanne ist Fichte, unter Umständen harzhaltig, bedeutet Ausschuss und Flickarbeit.

Weisstanne hat kaum Harzgallen.

Weisstanne entfaltet beim verarbeiten ein eigentümlichen Geruch,

nicht beschreibbar aber sofort wiedererkennbar.

Das Holz bleibt natur, dh. gehobelt und fein geschliffen, 

feine Nasen werden den speziellen Geruch noch eine Weile wahrnehmen.

 

Skizzen sind gefordert, die Kundin kann sich doch nicht so recht entscheiden.

 

 

 

Eine Art Gitterkonstruktion

 

 

Nochmals, das Holzwerk liegend, hier kann auch ein Lättlirost eingelegt werden.

 

 

 

Zweizöllig Läden - hat Hans Bär gemeint, sei gerade richtig für einen Stubenboden.

Scheint mir auch für so eine Bettstatt genau das richtige Mass zu sein.

Er hat das damals nicht in cm umgerechnet, sondern mit der Hand gezeigt, 

so 7 bis 8 cm wird das sein. Die englischen Zoll sind ja etwa 2.5cm.

Im Holzschopf hatte ich noch Bretter von 70mm Rohmass.

 

Damit etwas    Design    in die Sache gelangt         Handzinken

 

Also wieso kann ich auch das Maul nicht halten. Das bedeutet ja eine Riesenarbeit.

Die Bretter sind in dieser Grösse richtig schwer, unhandlich.

Stundenlange Pickelarbeit mit dem Stecheisen.

Ein Fehlschnitt beim Sägen bedeutet eigentlich Totalschaden, weil das Holz nur noch für diese vier Bretter reicht.

 

 

 

 

 

Kleine Füsse wünscht sich die Kundin an ihrem neuen Bett und oben eine Gehrung -

konnte ich dann glücklicherweise ausreden, von wegen kompliziert.

 

 

 

 

Mein Lehrmeister, Edi Ackermann, würde nicht gerade vor Freude zerspringen, 

aber na ja?!   

Lebt er wohl noch?   Vor etwa 36 Jahren habe ich meine ersten Zinken geschnitten.

 

Die kleine schwarze Stelle am Zinken links, dies hätte fast ein Fehlschnitt ergeben.

Das Eigengewicht der Bretter ist so hoch, dass das Richten auf das Sägeblatt

einiges an Körperkraft und Willensstärke abverlangt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aufrechtstehende Brett ist etwas rötlicher.

Die liegenden Bretter werden vom  FL Licht rechtwinklig angestrahlt,

sie reflektieren mehr dieses gelbliche Licht.

Das stehende Brett bekommt mehr vom Blitz ab, und zeigt dessen Lichtspektrum.

Bei Tageslicht, Sonnenlicht zeigt das Holz den rötlichen Farbton.

 

 

 

 

 

Passt häd Luft und lottered

Nein wirklich, es muss gesagt werden     -     sie passen tipp topp

 

 

 

 

 

 

 

 

Das fertige neue Nest.

 

 

 

 

 

Die Zinken sind nicht verleimt, sondern innen mit einer Eckleiste verschraubt.