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20110213 NARVA Vakuumrohre made in Germany
 

 

Vakuumrohre made in Germany

NARVA hat Mitte 2007 den Schritt in die Solar-Technik vollzogen.
Mit einer neuen Anlage können pro Schicht und Jahr rund eine Million Vakuumrohre hergestellt werden.
Möglich wurde die sehr schnelle Realisierung der Produkte und Verfahren durch die 40jährige Erfahrung von NARVA auf dem Gebiet der Glasherstellung und Verarbeitung, weitreichender Kenntnisse über Beschichtungs- und Vakuumprozesse sowie im Bereich von Glas-Metall-Verbindungen.

 
Speziell die patentrechtlich geschützte Glas-Metall-Verbindung zwischen Hüllrohr und Absorber macht das Produkt robust und langlebig. Durch die Beschichtung mit Nanoteilchen wurde die Transparenz des Glases und damit der Wirkungsgrad des Rohres nochmals deutlich verbessert.
 
Die zertifizierte Fertigung in Brand-Erbisdorf umfasst alle wesentlichen Produktionsschritte. Das Rohr wird im eigenen Glaswerk gezogen, die Vorfertigung stellt die kupfernen Absorbereinheiten her. Die Montage beider Teile zum fertigen Produkt erfolgt auf einer 2007 neu in Betrieb genommenen Anlage.
 

Technologie

Erklärtes Ziel der NARVA-Verfahrensentwicklungen war es, Kenntnisse modernster Glasverarbeitung und der Herstellung von Leuchtstofflampen auf die Produktionsprozesse zur Herstellung von Vakuumrohren zu übertragen. Dies betraf die Rohrproduktion im eigenem Glaswerk, die Beschichtungstechnologien, die Herstellung des Vakuumrohres, das Evakuierungsverfahren sowie Logistik- und Handhabungstechnologien.

Die Fertigungstiefe wurde optimal gestaltet, um schwierige und teure Verpackungsaufwendungen und Transporte zu vermeiden. So wird im Hause NARVA auch die Finne selbst produziert (Absorberblech, Wärmeträgerrohr, Glas-Metallverbindung). Diese optimale Fertigungstiefe ist Voraussetzung, Kundenwünsche flexibel umzusetzen.

 
 
Das Hüllrohr

Das bei NARVA im eigenem Glaswerk produzierte hochtransparente Spezialglas der Hüllrohre wird aus sehr eisenarmen Rohstoffen hergestellt, um es für Licht besonders transparent zu machen. Für die Vakuumrohre wird das gleiche Spezialglas verwendet, das bei NARVA für Lichtquellen genutzt wird. Es ist einleuchtend, dass qualitativ hochwertige Lichtquellen aus sehr durchsichtigem Glas hergestellt werden müssen, um hohe Lichtausbeuten zu erzielen.

Obwohl das Lichtquellenglas sehr transparent ist, wird das Hüllrohr zusätzlich innen und auch außen mit Nanoteilchen aus Siliziumdioxid beschichtet. Anschließend werden die Schichten in die Oberflächen eingesintert, was sie wischfest macht. Durch diese Beschichtungen erhöht sich die Transparenz des Glases weiter, so dass im Maximum der Kennlinie eine Transmission des Glases von 96% erreicht wird.

Die Beschichtung des Hüllrohres verhindert darüber hinaus Verwitterungen an der Glasoberfläche, die bei ungünstigen klimatischen Bedingungen auftreten können und homogenisiert die Festigkeit des Glases durch Verschluss von Mikrorissen.

Durch die verhältnismäßig große Wandstärke des NARVA-Vakuumrohres und durch die Beschichtung erreicht das Rohr eine hohe Hagelschlag-festigkeit, die in der Hagelschlagprüfung nach ­EN 12975-2 beim TÜV Rheinland mittels Eiskugeltest nachgewiesen wurde. Die Hüllrohre widerstehen darüber hinaus dem Aufprall einer 150 g schweren Stahlkugel aus einer Höhe von 40 cm zu 100% und aus 60 cm zu nahezu 80%.

Durch diese Oberflächenbehandlung wird das Rohr im Falle einer gewaltsamen Zerstörung so verändert, dass es sich wie Sicherheitsglas verhält: Die entstehenden Scherben sind relativ klein und werden nicht in die Umgebung geschleudert.

Das Spezialglas des Vakuumrohrs besitzt gegenüber den häufig verwendeten Borosilikat-Gläsern eine deutlich geringere Durchlässigkeit für Wasserstoff und Helium. Damit bleibt das sehr hohe Vakuum des Rohres auch über einen Zeitraum von 20 Jahren erhalten.

 

Glas-Metall-Verbindung

Für das NARVA-Vakuumrohr wurde eine neuartige sehr robuste Glas-Metall-Verbindung entwickelt. Ziel der Forschungs und Entwicklungs-Arbeiten war es, die Bruchanfälligkeit der bekannten Lösungen zu vermeiden. Dies gelang dadurch, dass die Glas-Metall-Verbindung so gestaltet wurde, dass sie das Glas nicht auf Zug beansprucht.
Die Glas-Metall-Verbindung widersteht deshalb starken Axial- und Querkräften mühelos.
Die NARVA-Lösung wurde international patentrechtlich geschützt:

Internationalen Patentanmeldung:
PTC/DE2006/001244 vom 13.07.2006

Int. Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/033630

Das Wärmeträgerrohr durchdringt den gesickten Metalldeckel der Glas-Metall-Verbindung, der aus einer Speziallegierung hergestellt ist. Diese Konstruktion widersteht in Prüfung nach EN 12975-2 sowohl Kavitationsschlägen aber auch den Temperaturwechselbelastungen durch Kaltwasserberegnung aus dem Stagnationszustand ohne Probleme. Auch Quer- und Rüttelkräfte durch Windlasten und Dehnungen zerstören die neuartige Glas-Metall-Verbindung nicht, da die Konstruktion Biegemomente, die vom Wärmeausleitrohr übertragen werden, im Metall aufnimmt und damit das Glas praktisch nicht belastet wird.
Darüber hinaus wurde ein Material für die metallische Komponente der Glas-Metall-Verbindung gewählt, dass eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, was Wärmeverluste, die vom Wärmeträgerrohr ausgehen könnten, minimiert .

 
 
 

Absorber

Im NARVA-Vakuumrohr werden die modernsten Absorberbleche aus Kupfer, die auf dem Markt verfügbar sind, eingesetzt. Das Absorbermaterial besteht aus Titan-Oxid-Nitrid.

Das Absorberblech wird mittels Ultraschallschweißverfahren auf das Wärmeträgerrohr aufgebracht, was auch im Vakuum sichert, dass es zu keinem messbaren Temperaturabfall zwischen den beiden Teilen kommt und der Wirkungsgrad eta 0 des Rohres einen sehr hohen Wert erreicht.
Im Zusammenwirken mit den modernen Evakuierungstechnologien, die bei NARVA bei der Herstellung des Vakuumrohres zum Einsatz gelangen und durch die Verwendung von Getter, wird ein hohes Endvakuum in den Kollektoren erreicht. Durch den Schutz, den das Vakuum innerhalb des Kollektor-Rohres bietet, werden Degradationen des Absorbers vermieden und die Absorberschicht zeigt auch bei einer Lebensdauer von 20 Jahren keine Verschlechterung der Eigenschaften (siehe SPF-Report, 2004).

Die Absorberbleche stehen mit einseitiger und beidseitiger Beschichtung zur Verfügung. Beidseitige Beschichtung kommt bei Kollektoren zum Einsatz, die mit Spiegelsystemen ausgestattet sind. Je nach Ausführung kann damit bis zu 30 % mehr Leistung je Rohr erzielt werden.

 
 
 

Heatpipe-Vakuumrohr

Vakuumrohre mit einer Wärmeausleitung über ein Wärmerohr (Heatpipe) besitzen gegenüber direkt durchströmten Vakuumrohren viele Vorteile, so dass die Nachfrage nach solchen Produkten ständig steigt. Neben der einfachen Montage der Rohre ist vor allem die Möglichkeit hochinteressant, die maximal im Verteiler auftretende Temperatur zu begrenzen. Um dies zu erreichen werden zum Beispiel Ventile in den Kondensator eingebaut. Aber auch hier folgten die NARVA-Entwickler dem Prinzip, dass eine robuste und einfache Lösung eines Problems immer die Beste ist. NARVA wählte deshalb für das Wärmerohr eine Konstruktion, bei der auf ein Ventil im Kondensator verzichtet werden kann. Eine Ventilkonstruktion, die 20 Jahre störungsfrei funktioniert, ist nur mit sehr hohem technischen Aufwand und entsprechenden Kosten zu realisieren.
Die Temperatur am Kondensator des NARVA-Heatpipe-Vakuumrohres überschreitet 160°C auch im Stagnationsfall nicht. Damit besitzt eine Anlage Eigensicherheit. Das heißt, wenn keine Energie entnommen wird und der Kollektor in Stagnation geht, wird das Frostschutzmittel nur mit einer Temperatur von maximal 160°C belastet.

Herrscht darüber hinaus am Kollektor ein Überdruck von 8 bar, wird kein Dampf produziert, an der Anlage sind keine Schäden durch Dampf zu erwarten. Das Verdampferfluid im NARVA-Wärmerohr wurde so gewählt, dass weder Frostschäden eintreten können noch Zersetzungen des Fluides im Laufe von 20 Jahren zu erwarten sind.
Der Kondensator wurde in seiner Größe optimiert, um auch bei relativ kleiner Geometrie hohe Wirkungsgrade zu erreichen und einen sehr großen Arbeitsbereich hinsichtlich der Neigung des Kollektors zu ermöglichen. Senkrecht gestellt und bis zu einem Winkel von 20° arbeitet der Kollektor mit voller Leistung.

Bei einer Temperatur von 150Grad beträgt der Dampfdruck 4,76 bar
 
 
 
NARVA Vakuumrohre werden in den Nennlängen 2.000 mm, 1.775 mm, 1.500 mm und 800 mm sowohl direkt durchströmt als auch als Heatpipe angeboten. Der Rohrdurchmesser beträgt 56 mm, das Glas des Hüllrohres hat eine Wandstärke von 1,8 mm.

Die Absorber stehen mit einseitiger Beschichtung (Standard) und beidseitiger Beschichtung (Power) für alle Varianten zur Verfügung.

Beidseitige Beschichtung kommt bei Kollektoren zum Einsatz, die mit Spiegelsystemen ausgestattet sind. Je nach Ausführung kann damit bis zu 30% mehr Leistung je Rohr erzielt werden. Selbst bei reflektierendem Blechdach ( Zink; Ekotal ) tritt eine Ertragserhöhung ein.
 
 
 
Beschichtung Absorber: einseitig (Standard) NARVA Vakuumrohr
Direkt durchströmt
NARVA Vakuumrohr
Heatpipe
Nennlänge 800 1.500 1.775 2.000 800 1.500 1.775 2.000
Länge Glasrohr (mm) 810 1.510 1.785 2.010 810 1.510 1.785 2.010
Durchmesser Glasrohr (mm) 56 56
Länge Anschlussrohr (mm) 57 30,5
Aperturfläche Glasrohr (m²) 0,0386 0,0750 0,090 0,1010 0,0386 0,0750 0,090 0,1010
Rohr-Nennleistung (W)
bei Einstrahlung von 1000 W/m²
30 59 71 80 28 56 67 76
gesammelte Wärme bei 1000 kWh/a*m²
Temperaturdifferenz 40 K (kWh/a)
27 53 64 72 25 50 60 68
gesammelte Wärme bei 1000 kWh/a*m²
Temperaturdifferenz 100 K (kWh/a)
23 45 54 61 21 42 50 57
Wärmedurchgangskoeffizient linear (W/m²*K) 1,12 1,12
Wärmedurchgangskoeffizient quadratisch (W/m²*K²) 0,004 0,004
Wirkungsgrad 0,781 0,750
Betriebshinweise - Die Vakuumrohre sind
  aufgrund ihrer flachen Kenn-
  linie bis zu einer Wärmeträger-
  temperatur von 150 °C im
  Dauerbetrieb einsetzbar.
- Sie erfüllen alle Forderungen
  gemäß DIN EN 12 975-2.
- Die Vakuumrohre sind für eine
  Lebensdauer von 20 Jahren
  konzipiert.
- Bei Frostgefahr ist ein
  entsprechender Wärmeträge
  einzusetzen.
- Die Stagnationstemperatur
  kann 315 °C erreichen.
- Die Vakuumrohre arbeiten
  senkrecht gestellt und bis zu
  einem Winkel von 20° ohne
  Leistungseinbußen.
- Sie erfüllen alle Forderungen
  gemäß DIN EN 12 975-2.
- Die Vakuumrohre sind für
  eine Lebensdauer von
  20 Jahren konzipiert.
- Die Abschalttemperatur
  beträgt 160 °C.
Bestellnummern
Nennlänge NARVA Vakuumrohr Direkt durchströmt NARVA Vakuumrohr Heatpipe
Standard Power Standard Power
    800 1301 / 003 1301 / 012 1302 / 007 1302 / 004
1.500 1301 / 002 1301 / 014 1302 / 008 1302 / 006
1.775 1301 / 016 1301 / 017 1302 / 013 1302 / 014
2.000 1301 / 006 1301 / 005 1302 / 001 1302 / 005
 
 

NARVA Vakuumrohre werden in den Nennlängen 2.000 mm, 1.775 mm, 1.500 mm und 800 mm sowohl direkt durchströmt als auch als Heatpipe angeboten. Der Rohrdurchmesser beträgt 56 mm, das Glas des Hüllrohres hat eine Wandstärke von 1,8 mm.

Die Absorber stehen mit einseitiger Beschichtung (Standard) und beidseitiger Beschichtung (Power) für alle Varianten zur Verfügung.

Beidseitige Beschichtung kommt bei Kollektoren zum Einsatz, die mit Spiegelsystemen ausgestattet sind. Je nach Ausführung kann damit bis zu 30% mehr Leistung je Rohr erzielt werden. Selbst bei reflektierendem Blechdach ( Zink; Ekotal ) tritt eine Ertragserhöhung ein.

 

Dass NARVA Absorberfinnen anbietet, die nur einseitig mit Tinox beschichtet sind
(Standard ist nur vorne beschichtet, Power aber auch hinten) finde ich etwas seltsam - also beidseitige Beschichtung mit Tinox wählen.

Der Witz an Tinox ist ja die Abstrahlung (Schwarz wird genauso heiss wie Tinox, strahlt bei hohen Temp. aber enorm mehr ab)
Vakuumrohre sind ja auch Hinten offen, hier findet ja auch Abstrahlung statt, im Gegensatz zu einem Flachkollektor,
bei dem die Abstrahlung nach Hinten durch die Isolation verhindert wird.

Der Spiegel sendet die Verluststrahlung ja wieder zur Sonne?

20110221 Hans Streuli

 
 
 

NARVA-Solar

Technische Daten

Vertrieb durch westech-solar

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